Die Schwelle zur Selbstentwicklung.

Ein Geschäftsführer sitzt mit seinem Managementteam in einem Entscheidungsmeeting. Sein Team bespricht das Thema, und niemand sucht in seinen Augen nach Anerkennung für das Gesagte. Bisher war es an ihm, jede wichtige Entscheidung noch einmal zu prüfen. Heute ist es anders, das Team prüft sich selbst und reflektiert seine eigenen Entscheidungen. Einen kurzen Moment lang vermisst er die alte Rolle, doch dann lehnt er sich zurück und freut sich an diesem Moment.

Hinter ihnen liegt ein langer Weg, auf dem sich zwei Linien begegnen. Die eine zeigt, wie viel Anstoß, Begleitung und Impulse von außen kommen. Sie beginnt hoch und sinkt mit der Zeit. Die andere zeigt, wie sehr sie selbst Verantwortung übernehmen und sich aus eigener Kraft weiterentwickeln. Sie beginnt niedrig und steigt beharrlich.

Die Schwelle zur Selbstentwicklung Zwei Linien über den Verlauf einer Transformation. Der Anstoß von außen hält sich erst hoch und fällt dann ab. Die eigene Kraft bleibt erst niedrig und steigt als S-Kurve. Wo sie sich kreuzen, liegt die Schwelle zur Selbstentwicklung. Anstoß von außen aus eigener Kraft Die Schwelle zur Selbstentwicklung ANFANG ENDE DES PROZESSES

Am Anfang half ein Coach dem Geschäftsführer und seinem Team, das zu finden, was sie für den eigenen Weg brauchten. Sie lernten, durch die vier Fenster der Organisation auf sich zu blicken, und sie lernten, die Reifegradstufen in ihre tägliche Arbeit zu integrieren. So entstand eine gemeinsame Sprache, in der alles, sogar das Unbequeme auf den Tisch durfte.

Auch ihre Zusammenarbeit veränderte sich, Schritt für Schritt. Sie stellten einander mehr Fragen und lernten, anders zuzuhören. Mit jedem Monat wurden sie gemeinsam ein Stück reifer, weil sich jeder mehr zutraute.

Das war zugleich beunruhigend, denn das Vertraute hatte seine Selbstverständlichkeit verloren, und das Neue war noch nicht da. Von außen sah das aus wie Herumprobieren, von innen fühlte es sich manchmal an wie Verlieren. Und doch war genau das die Vorbereitung, die es brauchte, denn die größte Unruhe bringt immer die größte Bewegung hervor.

Schließlich kreuzten sich die beiden Linien in der Mitte. Dieser Punkt ist die Schwelle zur Selbstentwicklung.

Am Ende des Prozesses hatten die beiden Linien ihre Plätze getauscht. Was zuvor von außen angeregt wurde, kann nun im Team seine Wirkung entfalten, denn jeder übernimmt Verantwortung für das Ganze. So entscheiden sie heute gemeinsam, und niemand wartet mehr auf den Zuspruch einer vermeintlich verantwortlicheren Person.

Wie die vier Quadranten dabei zusammenspielen, von innen nach außen, lesen Sie im Einblick zu den vier Quadranten.

Buchcover: In Bewegung ist das Lenken leicht

Wie ein Unternehmen Schritt für Schritt in die Selbstentwicklung wächst, erzählt unser Buch „In Bewegung ist das Lenken leicht“ am Beispiel eines mittelständischen Produktionsunternehmens.

Der beste erste Schritt ist ein Gespräch.

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